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Die Rickmer Rickmers

Eine Dreimastbark, die man sich heute noch bei einem Besuch in Hamburg anschauen kann, ist die Rickmer Rickmers. Früher einmal als Vollschiff getakelt und als Frachtschiff auf den Meeren dieser Welt unterwegs, liegt es mittlerweile im Hafen der Hansestadt und dient als Museumsschiff.

Geschichte

Benannt nach dem Enkel des Reeders Rickmer Clasen Rickmers hatte das zunächst als Vollschiff konstruierte Schiff seinen Stapellauf im Sommer des Jahres 1896. Als Jungfernfahrt absolvierte es bereits eine lange Reise unter einer 21 köpfigen Crew nach Honkong. 1904 geriet es in einen Orkan, dem sein Kreuzmast zum Opfer fiel. Es konnte allerdings noch in den Hafen Kapstadts navigiert werden, wo man entschied, es nicht länger als Vollmast, sondern vielmehr als Bark zu takeln.

1912 wurde die Rickmer Rickmers von der Reederei Carl Christian Krabbenhöft aufgekauft und auf Max umgetauft. Unter diesem deutlich kürzeren Namen diente sie weiterhin als Frachtsegler. Den ersten Weltkrieg überwinterte die Bark zunächst im neutralen Hafen Horta in den Azoren, wurde dann jedoch 1916 von den Portugiesen übernommen, die ihr einen weiteren Namen, Flores, verpassten und Kriegsgüter für das Vereinigte Königreich transportieren ließen. Portugal hatte allerdings auch nach dem Krieg Verwendung für das Schiff, sodass es nicht an Deutschland zurückfiel, sondern als Segelschulschiff genutzt wurde. Im Jahr 1958 konnte die Bark, die inzwischen Sagres hieß, die Tall Ships` Races Regatta für sich entscheiden.

1983 tauschte der Verein „Windjammer für Hamburg“ die mittlerweile nicht mehr genutzte und dementsprechend verkommene Bark gegen eine Yacht ein, ließ sie restaurieren und als Museumsschiff zu den Hamburger Landungsbrücken verlegen, wo man sie seither bewundern kann.

Aufbau und Technik

Die Rickmer Rickmers ist 97,00 m lang und 12,19 m breit. Ihr Tiefgang erreicht 12,19 m. Zunächst als Vollschiff und dann als Bark getakelt, ist sie mit 3 Masten ausgestattet. Für die Tätigkeit als Segelschulschiff erhielt sie 1930 zwei Diesel-Hilfsmotoren.

Fazit

Wer einmal dem schönen Hamburg einen Besuch abstattet, sollte sich eine Hafenbesichtigung und damit einhergehend einen Blick auf die Rickmer Rickmers, eventuell sogar mit einer Pause im bordeigenen Restaurant, nicht entgehen lassen.