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Bernard Moitessier

Bernard Moitessier wurde am 10 April 1925 in Hanoi, Vietnam, geboren und starb am 16. Juni 1994 in der Nähe von Paris in Frankreich. Verheiratet war er mit Francoise Moitessier und zusammen hatten sie drei Kinder. Bernard Moitessier war ein bekannter französischer Segler und Autor. Im Jahr 1968 nahm er am "Sunday Times Golden Globe Race" teil. Trotz guter Chancen auf einen Sieg, unterbrach er die Weltumseglung.

Das Buch über diese Weltumseglung schrieb er auf Tahiti. Während seines Aufenthalts lernte er Ileana Draghici kennen. Sie lebten zusammen mit ihrem Sohn, Stephan, auf dem Atoll Ahe. Dort versuchte er Gemüse und Obst zu kultivieren. Ileana ermutigte ihn nach Amerika zu gehen, um einen Film über seine Weltumseglung mit seinem Boot Joshua zu drehen. Im Jahr 1982, während des Hurrikans Paul in Cabo San Lucas, strandete sein Boot. Es konnte repariert werden und liegt heute im Maritimen Museum in La Rochelle, Frankreich. Nach weiteren Reisen kehrte Bernard Moitessier nach Paris zurück, um seine Biografie zu schreiben.

Vagabund des Pazifiks

An Bord der Marie-Thérèse, einer maroden Dschunke, verließ Bernard Moitessier Südostasien. Mitten im Indischen Ozean reparierte er, indem er tauchte, ein Leck am Rumpf des Bootes. Nachdem er 85 Tage durch einen Monsun segelte, kam er in Mauritius, trotz des defekten Navigationsgeräts, an. Erst nach drei Jahren setzte er seine Reise in einem selbst gebauten Boot fort. Mit diesem Boot segelte er über Südafrika und St. Helena zu den Westindischen Inseln. Nach der Atlantiküberquerung erlitt er ein zweites Mal Schiffsbruch durch Übermüdung. Freunde holten ihn ab und brachten ihn nach Trinidad. Als Seemann, an Bord eines Öltankers, kehrte er nach Frankreich zurück, um sich ein neues Boot zu bauen. Über die Erlebnisse dieser Reise schrieb er sein erstes Buch "Vagabond des Mers du Sud". Danach heiratete er Francoise, die Tochter einer befreundeten Familie.

Aus den Einnahmen des Buches kaufte er ein neues Boot, welches er zu Ehren Joshua Slocums (erster Alleinumsegler der Welt) Joshua taufte. Als er endlich mit seiner Frau Francoise im Jahr 1963 Marseille verließ, ließen sie ihre drei Kinder im Internat zurück. Sie überwinterten in Casablanca, segelten zu den Kanarischen Inseln und weiter nach Trinidad. Sie setzten die Reise durch den Panama Kanal, den Galapagos Inseln und weiter nach Tahiti fort. Dort entschieden sie, zu ihren Kindern zurück zu kehren. Sie segelten nicht wie geplant, über den Indischen Ozean und durch den Suez-Kanal, sondern sie wählten den gefährlicheren Weg um das Kap Horn und beendeten diese Reise im Jahr 1964.

Weltumseglung

Bernard Moitessier überlegte lange, ob er an dem, von der Sunday Times, ausgeschriebenen Wettbewerb einer Weltumseglung im Jahr 1968 teilnehmen sollte. Widerstrebend segelte Moitessier nach Plymouth, um die Kriterien des Rennens, er musste aus einem englischen Hafen starten, zu erfüllen. Er verließ England Monate, und zwar am 23. August 1968, nach den anderen Seglern. Am 20. Oktober 1968 erreichte er das Kap der Guten Hoffnung. Dort kollidierte er mit einem Frachter, als er die Berichte und Filme für die Sunday Times, überreichen wollte. Einige Tage später, wurde sein Boot Joshua durch eine Welle beschädigt. Aber er konnte den Schaden allein beheben. Beim durchqueren des Stillen Ozeans durchlebte er abwechselnd Flauten und Stürme, bis er endlich am 5. Februar 1969 Kap Horn erreichte. Während der ganzen Zeit hörte er nichts über die anderen Teilnehmer des Rennens.

Das führte dazu, dass er an Selbstzweifeln und Depressionen litt. Mehrmals erwog er, nicht nach England zurück zu kehren. Entschloss sich dann aber doch, weiter zu machen. Nach einer weiteren Krise unterbrach er die Weltumseglung und segelte nach Tahiti. Er beendete diese Weltumseglung am 21. Juni 1969. Sein Buch "The Long Way" erzählt von den Erlebnissen dieser Reise.