Christoph Kolumbus ist der wohl bekannteste Seefahrer, denn immerhin wird ihm die Entdeckung Amerikas zugeschrieben.
Kolumbus wurde im Jahre 1451 geboren; die genaue Herkunft des Seefahrers ist nicht bekannt. Man vermutet aber, dass er aus Genua stammt.
Zwar wird die Entdeckung Amerikas immer mit Christoph Kolumbus in Verbindung gebracht, jedoch weiß man heute, dass Amerika bereits 500 Jahre vor Kolumbus entdeckt wurde. Der Isländer Leif Eriksson und weitere seiner Landsmänner landeten bereits auf amerikanischem Boden.
Am 12. Oktober 1492 erreichte Christoph Kolumbus zunächst die dem amerikanischen Kontinent vorgelagerten Kanarischen Inseln. Ziel von Kolumbus war es, Ostasien von Europa aus auf dem westlichen Seeweg zu erreichen. Eigentlich sollte die Endstation seiner Reise Indien sein; so entstand übrigens der Name der Indianer.
Kolumbus unternahm insgesamt vier Entdeckungsreisen.
Erste Reise
Die erste Reise dauerte vom 3. August 1492 bis 15. März 1493. Das Flaggschiff dieser ersten Expedition war die bekannte Santa Maria, die von der Nina und der Pinta begleitet wurde. Diese erste Fahrt war laut dem Logbuch des Kolumbus sehr schwierig; schon nach drei Tagen war die Besatzung gezwungen, eine mehrtätige Pause auf den Kanarischen Inseln aufgrund des Bruchs eines Steuerruders einzulegen. Am 12. Oktober des Jahres 1492 erreichte die Crew schließlich dann aber doch die so genannte Neue Welt. Der Insel, auf welcher man zuerst landete, gab Kolumbus den Namen San Salvador. Weiterhin wurden auf dieser Reise unter anderem Kuba und Hispaniola von Kolumbus und seinen Männern entdeckt. Am 15. März 1493 erreichte Kolumbus schließlich wohlbehalten die Stadt Palos und wurde von den Spaniern gefeiert.
Zweite Reise
Die zweite Entdeckungsreise unternahm Christoph Kolumbus vom 25. September 1493 bis 11. Juni 1496. Mit insgesamt 17 Schiffen und einer Besatzung von 1.500 Mann hatte Kolumbus die Absicht, die entdeckten Gebiete nun zu besiedeln. Auf dieser Reise nahm Kolumbus unter anderem mehrere Inseln der Kleinen Antillen für die Spanier in Besitz. Auch Jamaica und Puerto Rico gehörten zu den Gebieten, die Kolumbus auf dieser Reise entdeckte.
Die Indianer, welche Kolumbus zunächst friedlich gestimmt waren, nahm er als Sklaven mit auf sein Schiff. Mehr als die Hälfte der etwa 550 Indianer starben aber während der Weiterfahrt.
Dritte Reise
Bei seiner dritten Reise vom 30. Mai 1498 bis 25. November 1500 entschied sich Kolumbus für eine südlichere Route. Trinidad und Tobago sind zwei der bekannten Inseln, welche er bei dieser Reise entdeckte. Der Stadt Santo Domingo auf Hispaniola, wo zwischenzeitlich der Bruder von Kolumbus regierte, stattete er auf seiner dritten Reise ebenfalls einen Besuch ab. Von dem in Folge der Unzufriedenheit mit der Regierung neu ernannten Gouverneur wurden beide schließlich in Ketten nach Spanien geführt; das spanische Königspaar begnadigte Kolumbus zwar, jedoch war sein guter Ruf zerstört.
Vierte Reise
Auf seiner vierten Reise vom 9. Mai 1502 bis 7. November 1504, die er mit seinem Sohn unternahm, betrat Kolumbus erstmals amerikanisches Festland. Beweisen wollte er nun, dass es von hier eine Verbindung nach Indien beziehungsweise China gibt; gelungen ist ihm dies nicht. Stattdessen verbrachte er ein Jahr in der Festung von Jamaica, bevor er krank nach Spanien zurückkehrte.
Am 20. Mai 1506 starb Christoph Kolumbus im Alter von 55 Jahren.