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Horatio Nelson

Beim schmökern auf unserer Seite haben Sie bestimmt das ein oder andere Mal schon raushören können, dass das Vereinigte Königreich einen seefahrerisch hohen Stellenwert einnimmt. Denken Sie beispielsweise an die Lage des 000° Meridians in Greenwich. Die Britische Kriegsmarine ist seit Jahrhunderten bekannt auf den Weltmeeren und ist seit jeher der Stolz des Empires, ein Leuchten in den Augen der Insel, und ein Meilenstein in der britischen Kolonialgeschichte.

 Einige von Ihnen werden vielleicht auch schon einmal in London gewesen sein, wo auf der Sightseeingtour durch Madame Toussauds Wachsfigurenkabinett, den Kensington- Palast und die Baker Street auch ein Platz gekreuzt wurde, der an den Ruhm vergangener Tage erinnern soll, an dem England den Aufstieg schaffte, weltweite Seemacht Nummer 1 zu werden: Der Trafalgar- Square mit dem Nelson- Monument, einer Statue des Admirals Horatio Nelson.

 In diesem Artikel wollen wir Ihnen nun die Grunddaten und Lebenseckpfeiler dieses berühmten Seglers vorstellen, der es schaffte, durch einen Sieg in der Schlacht von Trafalgar am 21.10.1805 gegen die napoleonische Flotte, die Britische Dominanz auf den Weltmeeren zu etablieren.

Karrierebeginn

Seine Karriere in der Royal Navy begann Nelson bereits als Kind, indem er als 12-Jähriger auf der Raisonable, deren Capitain sein Onkel war. Dieser Beziehung verdankte Nelson einen stark geförderten Einstieg in seine Karriere.

 Nach einigen Jahren Dienst bei der Navy und auf verschiedenen Handelsschiffen, während denen er auch seine Frau kennen lernte, begann sozusagen seine zweite Karriere, als sich die franzöische Revolution nicht mehr auf Frankreich beschränkte und Frankreich Großbritannien den Krieg erklärte. Nach mehreren Schlachten im Mittelmeer, die unter anderem die Blockade des französischen Kriegshafens Toulon beinhalteten, lernte er in den Kriegswirren Lady Hamilton kennen mit der er eine amour fou begann. Sie war seinerzeit die Ehefrau des britischen Botschafters in Italien. Diese Affäre führte letztendlich, nachdem Sie in England heftig diskutiert worden war, zur Trennung von seiner ersten Frau und zur Geburt seiner Tochter Horatia im Jahre 1801.

Sieg gegen die Spanier

Nachdem auch Spanien am Anfang1797 England den Krieg erklärte, wurde Nelson zum Commodore befördert und erlangte am 14. Februar 1797 bei der Seeschlacht am Kap Vincent einen Sieg gegen die Spanische Flotte, wodurch er den Grundstein für seinen Ruhmeszug legte. 1801 besiegte Nelson die dänische Flotte, die angegriffen wurde, um die Neutralität der Ostseestaaten Russland, Schweden und Dänemark zu beenden, die nicht den Britischen Interessen entsprach.

Nachdem ein Invasionsversuch Napoleons in England gescheitert war, kam es gegen Ende des selben Jahres zu einem Waffenstillstand, der Nelson wieder die Rückkehr in sein Privatleben erlaubte. Da dieser Waffenstillstand jedoch kein halbes Jahr andauerte, wurde Nelson erneut im Dienste der Royal Navy tätig und ihm wurde der Rang des Oberbefehlshabers des Mittelmeeres zugesprochen. Er war erneut zwei Jahre in kriegerische Auseinandersetzungen und Blockaden verwickelt, an deren Ende er sich aufgrund gesundheitlicher Probleme erneut ins Privatleben nach England verabschieden musste.

Nelsons Sieg gegen Frankreich

Doch auch diese Unterbrechung sollte nicht lange dauern, da sich die französische und die spanische Flotte erneut vereinigt hatten, und somit eine akute Bedrohung für das Empire darstellten. Am 21.10.1805 konnte er die feindliche Kriegsflotte in Kampfhandlungen verwickeln, die später als "die Schlacht von Trafalgar" bekannt wurden. Im Zuge dieses Gefechtes, in dem die Briten unter Nelsons Kommando einen Erdrutschsieg erlangten und die französische Flotte vernichtend schlugen, wurde Nelson jedoch tödlich verwundet. Trotzallem wurde Frankreich als Seemacht neutralisiert, wohingegen die Britischen Ansprüche gefestigt wurden.

Wieso wird dann im nautischen Sprechfunk immer noch französisch gesprochen?

Nun, nachdem Sie jetzt wissen, wieso ausgerechnet die kleine Insel England die Vormachtstellung auf den Weltmeeren besaß, werden sich diejenigen von Ihnen, die sich schon mit dem Thema Funk und Funkscheine auseinandergesetzt haben, jetzt sicherlich fragen, wieso nicht auch die Sprache des Funkverkehrs Englisch ist. Die Notrufe ("mayday") und Sicherheitsmeldungen ("sécurité sécurité") etc. sollen ja französisch ausgesprochen werden! Die Begründung ist ziemlich einfach: Beim Funk, als Mittel der Kommunikation, hat sich die Hauptpostsprache durchsetzen können. Und die ist Französisch. Schauen Sie doch einmal auf einen Paketschein der Post. Na? Welche Sprachen sehen Sie abgedruckt?