James Cook wurde am 27. Oktober in Marten (England) geboren und starb am 14. Februar 1779 in der Kealakekua-Bucht auf Hawaii. Der britische Seefahrer erlangte mit seinen drei Südseefahrten zu Weltruhm, bei denen er Neuseeland, Australien und Hawaii sowie eine Vielzahl anderer Inseln erforschte. Cooks Seereisen schlossen die zum Teil noch riesigen Wissenslücken über die Welt im Süden. Des Weiteren waren sie vorbereitend für weitere Expeditionen. Cook vermaß und kartografisierte eine große Anzahl seine Entdeckungen.
Erste Südseereise
Cooks erste Südseefahrt begann 1768 und dauerte bis 1771. Diese Mission hatte zwei Ziele. Primärauftrag war das Erreichen von Tahiti, um von dort aus den Venustransit zu beobachten. Dadurch erhofften sich die Wissenschaftler eine genauere Entfernungsberechnung zwischen der Erde und der Sonne. Der zweite Befehl war von geheimer Natur. Cook sollte den so genannten Südkontinent suchen.
Im April 1769 erreichte die HSM Endavour Tahiti. Dort wurde ein Fort errichtet und das Observatorium aufgebaut. Nach der geglückten Mission verließ die Endavour im Juli die Insel und machte sich auf den Weg gen Süden.
Im Oktober erreichte Cook Neuseeland und begann mit der Kartografisierung. Ursprünglich wurde angenommen, Neuseeland sei Bestandteil des Südkontinents. Doch Cooks Vermessungen wiesen Neuseeland schließlich als Doppelinsel aus. Die Passage zwischen den beiden Inseln wird heute als Cook- Straße bezeichnet.
Die Reise ging nun Richtung Australien weiter. Ende April 1770 setzte die Besatzung der Endavour in der Botany Bay als erste Europäer Fuß auf die Ostküste Australiens. Cook segelte nordwärts und stieß dabei auf das Great Barrier Riff. Als die Endavour auf Grund lief wurde sie schwer beschädigt. Die Reparatur dauerte über einen Monat. Cook fand einen Weg durch das Riff und erforschte den Ostteil Australiens mit Kurs nach Nordwesten. Nach einer gründlichen Überholung der Endavour begann Cook über Kapstadt die Rückreise nach England.
Zweite Südseereise
Cooks zweite Reise führte ihn zum südlichen Polarkreis. Die Expedition wurde mit der HMS Resolution und HMS Adventure durchgeführt und dauerte von 1772 bis 1775. Im Jahre 1773 reiste er hauptsächlich um den 60. Breitengrad herum, fuhr an den Südzipfel von Neuseeland und zu den Tongainseln.
Cook reiste mit der Resolution bis zum 67. Breitengrad, ehe er wieder Kurs nach Norden setzte. 1774 ging es erneut in den Süden. Cook erreichte den 71. Breitengrad und somit den südlichsten Punkt seiner Expedition. Erst fast fünfzig Jahre später sollte eine Expedition tiefer in den Süden gelangen. Zu erwähnen sei außerdem, dass Cooks Maßnahmen gegen Skorbut sehr wirksam waren.
Dritte Südseereise
Cooks dritte und auch letzte Expedition begann 1776. Cook entdeckte 1778 die Hawaii-Inseln, die er damals nach dem Lord der britischen Admiralität Sandwich- Inseln benannte. Cook erforschte danach die Westküste der heutigen USA. Er reiste nach Norden in Richtung Alaska. Die Resolution durchquerte die Beringstraße und reiste bis nach Sibirien, blieb dann aber aufgrund des zu dicken Eises stecken und machte kehrt.
Cook kehrte nach Hawaii zurück. Bei diesem Aufenthalt von Dezember 1778 bis Februar 1779 kam es zu Spannungen zwischen der Crew der Resolution und den Hawaiianern. Diese spitzten sich im Februar zu. Nachdem es zu Diebstählen gekommen war, wollte James Cook den Häuptling als Geisel nehmen. Dabei fand der Entdecker am 14. Februar sein Ende, als er von den Eingeborenen am Strand getötet wurde. Sein Leichnam wurde am 21. Februar auf See bestattet.