RYMHART Troyer Wollmützen von RYMHART

Logbuch für den Segler

Das Logbuch ist eine der interessantesten Dokumentationen, die man an Bord haben muss. Im Gegensatz zu den Dokumenten, die man sonst an Bord benutzt - etwa Seekarten oder ähnliches - führt man das Logbuch selbst. Es gibt Auskunft über die Ereignisse oder zurückgelegte Strecken eines Tages an Bord. Wichtiger noch aber ist, dass man gesetzlich verpflichtet ist, ein Logbuch zu führen. So wie das Flugzeug eine Blackbox haben muss und der Fernfahrer ein Bordbuch führt, muss auch der Segler eine wahrheitsgetreue Dokumentation seines Segeltages anlegen. Im Falle eines Unfalls an Bord kann das Logbuch vor Gericht oder gegenüber einer Versicherung eine wichtige Rolle spielen.

Anforderungen an ein Logbuch

Das Logbuch muss dokumentenecht sein. Heutzutage darf man es auch schon online ablegen. Der Skipper muss nicht unbedingt die Person sein, die die Einträge macht. Auch seine Frau oder der Vorschoter dürfen dies tun. Verantwortlich für das Boot ist immer der Schiffsführer, der daher auch den Logbucheintrag gegenzeichnen muss. Es gilt nämlich im Zweifelsfall als Beweismittel. Daher darf man auch keine nachträglichen Einträge machen, ohne diese entsprechend zu kennzeichnen. Man darf keine Seiten entnehmen oder muss Durchstreichungen leserlich belassen. Vorkommnisse an Bord, die auf Fehler der Mannschaft zurückgehen, sind einzutragen. Verunglückt beispielsweise die Ehefrau eines Bootseigners, weil der Mastbaum sie am Kopf trifft, ist der Verlauf des Unfalls genau zu schildern. Er kann Rettungsskräften oder Versicherungen helfen, den Schadensfall genauer zu beurteilen. Die Größe des Bootes und die Zahl der mitreisenden Gäste an Bord spielt keine Rolle für das Führen eines Logbuches.

Was für Logbücher kann man kaufen?

Die heute zu kaufenden Logbücher unterscheiden sich erheblich von den berühmt gewordenen, die Skipper wie Christoph Kolumbus oder Literaten wie John Steinbeck angelegt haben. Im Grunde braucht das Logbuch keine spezielle Form zu haben. Man kann ein gewöhnliches Heft nehmen. Es gibt aber auch Logbuchvorlagen, die einem das Führen des Logbuches erleichtern. Solche Formblätter kann man sich heutzutage aus dem Internet herunterladen, beliebig oft kopieren und zu einem Buch binden lassen. Alternativ dazu kann man seine Logbucheinträge aber auch online führen, sofern man dabei die Regeln der Logbuchführung beachtet. Wer seine Einträge per Smartphone sendet, macht also nichts falsch. Bei Segeltouren, wo kein ständig empfangsbereiter Computer zur Verfügung steht, kann man auch Offline-Versionen nutzen. Die Formvorschriften für Seetagebücher geben Auskunft darüber, welche Daten ein Schiffstagebuch enthalten muss. Ein Logbuch muss drei Jahre aufbewahrt werden. Heutzutage darf das Logbuch daher auch auf einem Stick oder einer CD archiviert werden. Nachträgliche Manipulation am Inhalt muss aber sicher ausgeschlossen werden. Vor Gericht muss bewiesen werden, dass alle Daten unverfälscht und wahrheitsgetreu sichergestellt wurden. Daher kann es sein, dass computergenierte Logbücher durchfallen, handschriftliche aber anerkannt werden. Eine Word-Textdatei kann aber leicht in eine PDF-Datei umgewandelt werden, die dann sicher vor dem Zugriff unberechtigter ist. Ein PDF-Logbuch hat also große Chancen, anerkannt zu werden. Hat man auch noch eine Sicherungskopie auf CD oder Stick gemacht, kann einem nichts passieren. Auch an Bord vieler Motor- oder Segelschiffe hat die moderne Elektronik längst Einzug gehalten.