RYMHART Troyer Wollmützen von RYMHART

Rettungswesten zum Segeln

Rettungswesten sollten nicht nur für jedes Besatzungsmitglied an Bord sein, sondern auch getragen werden. Gerade erfahrene Segler meinen aber oft, keine Schwimmweste zu benötigen. Die Unfallstatistik besagt, dass das ein Irrtum ist. Immer wieder findet man eine leere Yacht auf See, deren Eigner alleine an Bord war und keine Rettungsweste trug. Er fiel über Bord und musste erleben, wie sein Segelboot ohne ihn davonschipperte. Wassertemperatur und Erschöpfung tun in solchen Fällen das Ihrige. Mit einer Rettungsweste und einer „Lifeline“ hätten solche Freizeitkapitäne sich retten können.

Was definiert eine Rettungsweste?

Die einfachsten Rettungs-Schwimmwesten bestanden früher aus Korkblöcken und waren sperrig. Heutige Modelle sind entweder Feststoff-Rettungswesten oder solche, die sich selbst aufblasen können. Die Feststoff-Weste besteht aus einer Weste, die mit schwimmfähigen Festkörpern gefüllt ist. Die Feststoffweste wird nach Körpergewicht angepasst und muss eine bestimmte Tragfähigkeit aufweisen. Der Kragen ist so konstruiert, dass er im Wasser auftreibt und den Kopf und Nackenbereich stützt. So kann der über Bord gegangene nicht ertrinken. Die Weste ist nur im Brustbereich mit Feststoff gefüttert, im Rückenbereich aber nicht. So erlaubt sie Beweglichkeit und ermöglicht im Wasser eine sichere Rückenlage. Die Farben Gelb oder Orange sorgen für schnelleres Auffinden. Der gute Sitz der Rettungsweste wird mit der richtigen Größe und festziehbaren Gurten sichergestellt. Hochseesegler wählen besser eine automatische Rettungsweste mit 275 Newton. Diese füllt sich dank eines automatischen Mechanismus selbständig mit Luft, sobald ein Wasserkontakt entsteht. Solche Rettungswesten müssen nicht unbedingt Signalfarben haben. Sie liegen meist u-förmig um den Hals und können auch über schwerer Wetterkleidung getragen werden. Weitere Unterscheidungsmerkmale für Rettungswesten sind verschiedene Hersteller, Sicherheitsklassen oder Materialien. Auch für Kinder und Bordhunde sind heutzutage passende Rettungswesten zu haben. Zusätzliche Features wie ein "Lifebelt" können eine Rettungsweste sicherer machen. Das wichtigste Merkmal einer Rettungsweste ist, das sie den Verunglückten sofort und selbsttätig in eine ohnmachts- und ertrinkungssichere Position bringt.

Was ist beim Kauf zu beachten?

Beim Kauf von Rettungswesten ist Beratung sinnvoll. Angesichts zahlreicher Hersteller und verschiedenster Produkte verliert man leicht die Übersicht. Zudem weiß man als Laie nicht, was die verschiedenen Kategorien - beispielsweise 100 N, 150 N und 275 N in der Realität bedeuten. Sie bezeichnen die Auftriebskraft einer Rettungsweste in Newton. Die Auftriebskraft einer Rettungsweste mit 100 N ist 10 Kilogramm. Doch mit dieser Information kann man auch nicht viel anfangen. Auf jeden Fall sind die verschiedenen Auftriebsklassen beim Kauf unbedingt zu berücksichtigen. Die Goldene Regel besagt: Rettungswesten der Klasse 100 Newton eignen sich für Binnenreviere. In Küstenrevieren trägt man eher eine Rettungsweste mit 150 Newton, auf hoher See muss es aber eine Rettungsweste mit 275 Newton sein. Interessant sind Tests, die in Yachtzeitschriften oder im Internet veröffentlicht wurden. Die Zeitschrift "Boote" testete beispielsweise im November 2011 automatische Rettungswesten. Wie oft ein Segler rücklings über den Seezaun stolpernd über Bord geht, wissen wir nicht. Klar ist aber, dass in vielen solchen Fällen eine Rettungsweste dem Betroffenen hilft, bis Rettung naht. Übliche Testkriterien sind das Körpergewicht, der Tragekomfort, die benötigte Auslösezeit, die Zeit, die die Rettungsweste zum vollständigen Aufblasen benötigt, und die so genannte Freibordhöhe.