RYMHART Troyer Wollmützen von RYMHART

Troyer - Der ultimative Seemannspullover

Wer an der Küste lebt oder auf dem Wasser zu Hause ist, weiß einen Troyer zu schätzen. Dieser Pullovertyp fällt dadurch auf, dass er meistens blau ist und einen hoch gezogenen Kragen mit Reißverschluss hat. In Einzelfällen erhält man ihn auch mit einer Knopfleiste. Der doppelte Kragen schließt eng am Hals und schützt einen vor Wärmeverlusten. Andererseits bietet der Reißverschluss, der etwa bis zur Brustbeinhöhe hinunter reicht, die Möglichkeit der Ventilation. Das Arbeiten an Pinne und Schot macht einen ganz schön warm. Außerdem möchte man beim Aufklaren im Hafen nicht frieren.

Typischer Seglerpullover?

Der blaue Troyer ist ein typischer Seglerpullover - obwohl sein Schnitt heute längst auch bei Sweatshirts und ähnlichem zu finden ist. Doch der echte Troyer ist aus Wolle. Meist bekommt man ihn aus Merinowolle oder reiner Schurwolle. Alles, was aus synthetischen Materialien oder aus Wolle und Synthetikgarnen gestrickt ist, ist in den Augen des Wissenden kein Troyer, aber ebenso verkaufsträchtig. Außerdem kann man diesen Pullover längst auch in Rot, Grün oder Weiß erhalten. Der klassische Troyer ist ein robuster, von Natur aus atmungsaktiver Seglerpullover für kühle Abende oder windige Zeiten. Doppelte Bündchen und robuste Reißverschlüsse sind selbstverständlich. Ein guter Troyer hält ein halbes Leben lang. Er kostet aber auch seinen Preis. Genau das veranlasst viele Unwissende, in einen billigeren Seglerpullover zu investieren. Je mehr Polyacryl, desto weniger warm und desto billiger ist der Troyer.

Wind von vorne!

Wind und Wetter machen einem qualitativ hochwertigen Troyer nicht viel aus. Man trägt ihn an Bord zu jeder Jahreszeit, wenn ein steifer Wind weht. Ob man diesen Pulli nun Islandpulli nennt oder den Reißverschluss Zipper, macht eigentlich keinen Unterschied. Es ist und bleibt ein klassischer Seemannspullover, den auch Berufsfischer gerne tragen. Genau gesagt ist es der beliebteste Arbeitspullover, den man unter der Öl-Latzhose oder Schwimmweste trägt. Zwar hat der Troyer in heutiger Zeit Konkurrenz von modischen Fleece-Pullovern zu befürchten, aber wer auf sich hält, bleibt bei der Tradition. Er setzt auf pillingfreie Qualität aus Deutschland. Ein Troyer aus Wolle oder Merinowolle kann je nach Dicke zwischen 700 und 1200 Gramm wiegen. Wird er nass, wiegt er natürlich mehr. Das kann beim Kentern schon mal hinderlich ein. In der Regel aber ist hochwertige Schurwolle in gewissem Maße nässeresistent. Die natürliche Schutzschicht aus Lanolin wäscht sich aber mit der Zeit heraus. Damit das gute Stück nach der schonenden Wollwäsche nicht ausleiert, trocknet man es übrigens auf einem Ständer im Liegen. Besser, man besitzt als Bootseigner mindestens zwei Troyer: Einen für Zuhause und einen für die Benutzung an Bord.

Langlebig und durabel

Verfärbungen oder Ausbleichen muss man bei einem hochwertigen Wolltroyer nicht befürchten. Die verwendeten Garne sind seefest, lichtecht und an den entscheidenden Stellen doppelt gelegt. Der Pullover bleibt jahrelang in Form. Die Hochwertigkeit eines echten Seemannspullovers erkennt man auch an den wasserdichten Abschirmungen des Reißverschlusses. Wenn ein Finkenwerder Berufsfischer wegen der Fischschuppen einen Troyer aus Polyacryl vorzieht, verzeiht man ihm das. Diesen Troyer kann man natürlich jeden Tag in der Wachmaschine waschen. Ob er aber genauso gut warm hält, darf man fragen.