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Binnengewässer

Dass Binnengewässer und Küstengewässer unterschieden werden, das ist den meisten Menschen bekannt. Doch wie genau unterscheidet man die beiden Arten von Gewässern? Und was ist das Spezielle an Binnengewässern?

"Binnen" bedeutet im Niederdeutschen soviel wie "innen". Diese Gewässer liegen also innerhalb des Landes. Bei Binnengewässern kann es sich also niemals um Meere handeln. Auch der Ausdruck "Binnenmeere" verleitet dazu, dies zu glauben. Doch dieser bedeutet lediglich, dass das Meer von allen Seiten von Land umgeben ist, wie etwa das Schwarze Meer. Es ist aber dennoch kein Binnengewässer.

Binnengewässer können Fließ- und Stehgewässer sein. Das heißt, dass alle Flüsse und Seen Binnengewässer sind. Der Unterschied sind Küstengewässer - dies sind alle Meere, egal ob ein kleineres Meer wie die Ostsee oder der Atlantische Ozean.

Da alle Fließgewässer und deren Mündung Binnengewässer sind, wird auf ihnen auch die so genannte Binnenschifffahrt betrieben. So werden all jene Schiffslinien genannt, welche auf Flüssen oder auch auf Seen verkehren. Meist ist jedoch von Flüssen die Rede, da Binnenschiffe oft Frachter sind, welche Waren aus dem Landesinneren zu den Häfen an den Küsten befördern. In Deutschland sind der Rhein und die Donau für ihre Binnenschifffahrt bekannt.

Es ist egal, ob großer Strom wie der Amazonas, Nil, Wolga und Rhein, oder ein kleiner Bach, den keiner mit Namen kennt - alles sind Binnengewässer, da sie sich innerhalb einer Landfläche, manchmal über ein, manchmal über mehrere Länder fließend fortbewegen. Das Meer und damit ein Küstengewässer erreichen sie erst mit ihrer Mündung. Allerdings gehört auch diese noch zum Binnengewässer, da der Fluss noch nicht in das Küstengewässer übergegangen ist.

Alle Binnengewässer haben natürlich auch Häfen. Es sind dann nur keine Meeres- oder Seehäfen, sondern Binnenhäfen oder Binnenseehäfen.

Ein Binnengewässer kann - anders als ein Küstengewässer - auch künstlich sein. Nicht jeder Flusslauf oder See ist natürlich. Man muss dabei nur an Baggerseen und an Kanäle denken.

Bei Binnenseen gilt, dass sie meist Süßwasserseen sind. Ausnahmen gibt es: die Bekannteste ist das Tote Meer. Dieses Binnengewässer trägt den Namen "Meer" zu Unrecht. Es ist kein Küstengewässer, sondern ein echter See. Ein Binnensee darf vor allem keine Verbindung zu einem Weltmeer aufweisen: deshalb ist das Tote Meer ein See. Außerdem haben Binnenseen keinen durch Meeresströmungen hervorgerufenen Zu- oder Abfluss zum Meer. Es ist allerdings durchaus möglich, dass ein Binnensee mit dem Küstengewässer verbunden ist - dies ist durch Flüsse möglich, wie beispielsweise beim Victoriasee.

Auch kleine Weiher und sogar Tümpel gehören zu den Binnengewässern.

Um auf den (teilweise beeindruckend schönen) Segelrevieren der Binnengewässer segeln zu dürfen brauchen Sie den passenden Segelschein / Bootsführerschein: Den Sportbootführerschein- Binnen. Auch wenn Sie mit dem Sportbootführerschein- See Grundlagen des "Meersegelns" beherrschen, oder sogar den Sporthochseeschifferschein (SHS) besitzen, brauchen Sie den Sportbootführerschein- Binnen als Qualifikationsnachweis!

Deutsche Binnengewässer

Die größten und bekanntesten Seen und Binnengewässer in Deutschland:

Dümmer See - Bodensee - Tegernsee - Chiemsee - Potsdamer Havel - Starnberger See - Müritz - Steinhuder Meer - Lippesee - Sechs-Seen-Platte - Zwischenahner Meer