RYMHART Troyer Wollmützen von RYMHART

Lippesee

Der Lippesee, dessen offizieller Name Talsperre Sander-Lippe ist, ist ein Stausee, der sich in Nordrhein-Westfalen befindet und von dem Fluss Lippe gespeist wird. Der Staudamm bei Sande, einem Paderborner Stadtteil, ist 5 Meter hoch und 66,5 Meter lang. Der Stausee hat einen Inhalt von rund 7 Mio. Meter³. Der Lippesee wurde im Jahr 1989 in Betrieb genommen. Von Paderborn aus kann man den See sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto einfach erreichen. Der Lippesee ist nur wenige Kilometer von der nahegelegenen A33 entfernt. Am See stehen den Besuchern zahlreiche kostenlose Parkplätze zur Verfügung.

Im Naherholungsgebiet Lippesee gibt es vielfältige Freizeit- und Wassersportmöglichkeiten, zum Beispiel Segeln, Surfen, Tretbootfahren und Angeln. Am Nordufer des Lippesees gibt es einen kleinen Badestrand. Daneben befinden sich noch Kioske, ein Grillplatz, Biergarten und Cocktailbar, Beachvolleyballfelder, ein Kinderspielplatz, Liegewiesen, eine Minigolf-Anlage und eine Segelschule, in der man die gängingen Segelscheine und Bootsführerscheine vom Sportbootführerschein- See (SBF- See), über den Sportbootführerschein- Binnen (Sbf- Binnen) bis hin zum Sportküstenschifferschein (SKS) inklusive Ausbildungssegeltörn absolvieren kann. Auf den gut ausgebauten Fahrradparcours und Wanderwegen kann man den Lippesee beim Radfahren, Wandern und Joggen erkunden. Im Skaterpark stehen Skatern Halfpipes und weitere Strecken zur Verfügung. Am anliegenden Nesthauser See finden sich Wasserskimöglichkeiten.

Der Lippesee wird nicht nur als Naherholungsgebiet benutzt, sondern hier werden auch hochwertige Kiese gefördert, welche sich während der letzten Eiszeit an dem Übergang der Paderborner Hochfläche zur Westfälischen Bucht insbesondere im Bereich von Lippesee in dicken Schichten abgelagert haben. Die Flussablagerungen stammen überwiegend aus der Beke und der Alme, die oberhalb des Sees der Lippe zufließen.

Im Jahre 2005 wurde die Lippeseeumflut - ein Flussbett um die Südhälfte des Lippesees herum – in Betrieb genommen. Das neue Flussbett für die Lippe wurde während der fünfjährigen Bauzeit in einer Ersatzaue mit einer Breite von 60 Metern und auf einer Länge von 2,5 Kilometern geschaffen. Das Ziel war, den Lippesee von der Lippe zu entkoppeln, so dass der Großteil des Lippewassers den Lippesee heute umfließt. Insgesamt 8,5 Millionen Euro haben die umfangreichen Baumaßnahmen gekostet. Die Einrichtung der Umflut war deswegen nötig, weil der Lippesee für den Fluss Lippe einen drastischen Einschnitt sowie eine Ausbreitungsbarriere darstellte. Nach der Einrichtung des Lippesees im Jahr 1989 hatte sich die Gewässergüte des Flusses unterhalb des Sees deutlich verschlechtert. Das zeigte sich zum Beispiel durch eine höhere Wassertemperatur, nachdem das Wasser den See durchquert hatte, sowie eine dauerhafte Trübung des Wassers durch Anreicherung mit Schwebstoffen und Stillgewässer-Plankton. Die häufigsten Fischarten oberhalb des Lippesees sind Koppe, Bachforelle und Äsche. Der Bereich unterhalb des Lippesees war jedoch überwiegend vom anspruchsloseren Aal besiedelt.