RYMHART Troyer Wollmützen von RYMHART

ALTE FÜHRERSCHEINE, VERBANDSFÜHRERSCHEINE

In der Zeit von 1994 bis 2002 lösten diese Führerscheine die Verbandsdokumente der deutschen Wassersportverbände ab, die bis dahin die üblichen und gebräuchlichen Qualifikationsnachweise im Wassersport waren. 

Zudem wurden auch die bis dahin ausgegeben Bundesführerscheine optisch ansprechender und fälschungssicherer gestaltet, so dass aus dem „grünen Lappen“ (wie der Sportbootführerschein- See früher aussah) der Führerschein wurde, der uns heute die erste Stufe nautischer Erfahrung symbolisiert. Obwohl die Geltungsbereiche im Wesentlichen die Selben sind, unterscheiden sie sich dadurch, dass die neuen Führerscheine amtliche Bundesdokumente sind, während die meisten alten Führerscheine nicht-amtliche Dokumente einiger Organisation sind. Es besteht zwar noch die Möglichkeit einen Segelgrundschein des DSV zu machen, alle weiteren Qualifikationen werden jedoch nur durch die Bundesführerscheine abgedeckt. Man lernt also Segeln, einen Führerschein erwirbt man jedoch nicht! 
Man kann zwar die Führerscheine beinahe direkt miteinander folgendermaßen vergleichen:
 
A-Schein = Sportbootführerschein- Binnen 
R-Schein = Sportbootführerschein- See
BR- Schein = Sportküstenschifferschein 
BK- Schein = Sportseeschiffferschein
C- Schein = Sporthochseeschiffferschein

jedoch werden nur noch die neuen staatlichen Führerscheine im Ausland anerkannt, die alten nicht-staatlichen Dokumente hingegen nicht mehr. Sollten Sie also schon seit längerem beim Segeln dabei sein und planen jetzt seit längerer Zeit mal wieder einen Segeltörn der Sie ins Ausland führen soll, dann lassen Sie sich rechtzeitig ihre Verbandsdokumente in Bundesführerscheine umschreiben. Im Notfall kann dies eine Menge Ärger und Zeit bei einer ausländischen Führerscheinkontrolle sparen. So sind sie auf der sicheren Seite und können sich sicher sein, dass der Entspanntheit in Ihrem Urlaub keine Steine in den Weg gelegt werden und Sie die Ruhe und Erholung finden, die Sie auf See suchen.

In deutschen Gewässern werden die alten Scheine hingegen noch anerkannt und geduldet. Es besteht also für die nationale Schifffahrt keine Umschreibepflicht. Trotz allem wird eine Umschreibung empfohlen, denn im bundesdeutschen Föderalismus gibt es leider keine Regel ohne Ausnahme: diese besteht im Falle der Qualifikationsnachweisen in Berlin, hier werden nur die Bundesdokumente anerkannt. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an unsere aufmerksamen Leser der Redaktion von www.segelreporter.de, die uns hierauf hingewiesen haben!!  Die dafür notwendigen Unterlagen kann man sich auf der Homepage des DSV problemlos herunterladen und Ausfüllen. Auch weitere Angaben, wie beispielsweise die Ausstellungs- und Bearbeitungsgebühren (umsonst gibt es den neuen Führerschein nämlich leider nicht) sollten auf der DSV- Homepage angegeben sein.

Update vom 30.05.2009:

Einer unserer Besucher hat uns darauf hingewiesen, dass der R-Schein laut DSV nicht zum SBF-SEE umgeschrieben werden kann!