RYMHART Troyer Wollmützen von RYMHART

Die Q-Wende

Als eine einfache Form die Halse, die als recht gefährliches Manöver unter Segel gilt, zu umgehen, dient die so genannte Q-Wende. Der Name kommt daher, da der gefahrene Kurs dem Buchstaben "Q" etwas ähnelt. Zugegeben, es verlangt etwas Phantasie diese Zusammenhänge nachzuvollziehen, sobald das Manöver auf See erfolgt und nicht mehr visuell verdeutlicht ist, doch werden Sie bald unabhängig von dem seltsamen Namen merken, dass eine Q-Wende gerade bei extremem Wetterlagen sehr hilfreich sein kann. Das Prinzip ist das Gleiche wie beim Autofahren. Fährt man lange genug links im Kreis herum, kommt man irgendwann nach rechts. Dann nämlich, sobald man einen 270° Winkel, oder in anderen Worten einen dreiviertel Kreis, gefahren hat. Halten Sie sich zur Verdeutlichung bitte einmal einen Kreisverkehr vor Augen, aus dem Sie die erste Abmündung rechts herausfahren wollen. Sie können dies dadurch erreichen, dass Sie im Kreisverkehr einigermaßen scharf nach rechts lenken und sofort herausfahren können. Andererseits können Sie jedoch auch nach "links" lenken und durch den ganzen Kreisverkehr durchfahren, so dass Sie kurz vor der ersehnten Abmündung einfach nur noch geradeaus fahren müssen. Dies schafft man beim Segeln dadurch, dass man einfach nur so lange eine Kursänderung durch mehrere Wenden fährt, bis man auf dem Kurs fährt, den man von vorne herein mit einer Halse hätte erreichen können. Denken Sie daran, dass eine Wende einfacher zu fahren ist als eine Halse und geringere Gefahr für Crew und Schiff bedeutet. In unserer Illustration haben wir die Q-Wende noch einmal Schritt für Schritt erklärt. Die Halse, die zu demselben Kurs geführt hätte, haben wir in leichtem grün angedeutet.