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Überholen und Schleppen

Erneut sehen wir klaren Parallelen zwischen Bootsfahren und dem Straßenverkehr. Auch beim Segeln und Motorbootfahren kann man ein anderes Boot überholen. Auch beim Segeln und Motorbootfahren kann es vorkommen, dass man ein anderes Boot abschleppen muss, oder selbst in eine Situation kommt, aus der man ohne fremde Hilfe nicht heraus kommt und selbst abgeschleppt werden muss. Hierzu bedarf es natürlich einiger Regeln, die auch Bestandteil des Prüfungsfragenkanons sind, der für das Bestehen der Prüfung zum Bootsführerschein oder Segelschein gekonnt werden muss. Wichtig ist bei dieser Thematik auch das Rechtliche. Lassen Sie sich nach Möglichkeit nur von guten Freunden und Bekannten abschleppen. Nicht selten gibt es nach dem Abschleppen zu einem gerichtlichen Nachspiel, da der Schleppende Bergungskosten einklagt. Diese Bergungskosten werden im Regelfall im Vorhinein vereinbart. Trotz Allem gibt es Kleinigkeiten auf die geachtet werden sollte. Nehmen Sie beispielsweise nicht die Leine vom schleppenden Boot an, sondern geben Sie dem schleppenden Boot eine Leine von Ihnen. Juristisch ist dies eine andere Ausgangslage.

Überholen

Generell ist darauf zu achten, dass man mit einem kleinen Boot nicht zu dicht an ein großes Boot heranfährt, da aufgrund der Bugwellen und der Heckwellen des großen Bootes eine erhöhte Kentergefahr besteht. Außerdem entsteht ein Sog, wenn ein großes Schiff in Fahrt ist. Durch diesen Sog besteht die Gefahr, dass das kleinere Boot an das große Boot herangezogen wird und mit dem großen Fahrzeug kollidiert. Wie gesagt, ist dies etwas, was nicht nur für das Überholen gilt, sondern im Allgemeinen beachtet werden muss. Trotz Allem liegen hier auch Gefahren, die bei einem etwaigen Überholmanöver eines größeren Bootes eintreffen können. So besteht die Gefährdung, dass das kleinere Boot, das in diesem Fall überholt wird, aufgrund der Wellen- und Sogbildung aus dem Kurs läuft. Die Kollisionsgefahr mit dem Überholenden Fahrzeug ist stark erhöht. Eine Kollision wäre allerdings der größte anzunehmende Unfall. Es reicht jedoch schon, wenn das kleinere Boot so aus dem Kurs läuft, dass es querschlägt und kentert, oder ein Besatzungsmitglied über Bord geht. Dementsprechend sind Überholmanöver in genügendem Abstand und recht zügig durchzuführen, um so diese Gefahrenquellen auf ein Minimum zu beschränken. Natürlich darf nur dann überholt werden, wenn die Verkehrslage dies zulässt, und kein anderes Boot behindert oder gefährdet wird. Beim Überholen ist immer das überholende Fahrzeug ausweichpflichtig! Denken Sie daran.

Schleppen

Es gibt viele Faktoren, die man beim Schleppen eines anderen Fahrzeuges beachten sollte. Wetterverhältnisse und Wellengang beispielsweise. Bei starkem Wellengang muss die Länge der Schleppleine nämlich den Seeverhältnissen angepasst werden. Die Schleppleine darf nicht ruckartig Steifschlagen. Dies kann durch eine angemessene Länge der Schleppleine, die das 2- bis 3-fache der Wellenlänge betragen sollte, und dem passenden Seemannsknoten verhindert werden. Auch die Geschwindigkeit darf beim schleppen nicht zu hoch angesetzt werden. Welche Geschwindigkeit passend ist, hängt von der Rumpfform des geschleppten Bootes ab. So darf nicht schneller geschleppt werden, als die Geschwindigkeit, die das geschleppte Boot bei Verdrängerfahrt fahren kann. Ansonsten würde die Gefahr des Kenterns des geschleppten Bootes bestehen. Neben dem "Hinterher ziehen" gibt es auch noch eine weitere Möglichkeit ein Fahrzeug zu schleppen. So kann man ein zu schleppendes Boot auch längsseits schleppen, wenn die Größenverhältnisse dies zulassen. Das Heck des schleppenden Bootes sollte so über das Heck des geschleppten Bootes reichen. Man vertäut das geschleppte Boot Boot mit je einer Querleine vorn und hinten, sowie mit einer Vorspring und einer Achterspring. Achten Sie beim Schleppen auf die korrekte Führung von Positionslichtern.