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Navigationsinstrumente

Navigationsinstrumente beim Segeln

Ein wichtiger Bestandteil der zum Bestehen der Sportbootführerscheinprüfungen unabdingbar ist, ist die korrekte Handhabung von Navigationsinstrumenten. Alle Navigationsaufgaben, die in der Prüfung zu den Segelscheinen abgefragt werden, müssen bestanden werden! Fallen sie durch den Navigationsteil der Prüfungen durch, bedeutet dies, dass Sie auch die restliche Prüfung nicht mehr bestehen können. Unabhängig von der im Fragenteil erreichten Punktzahl, und unabhängig von der Bravour, mit der Sie die Seemannsknoten und die Fahrtaufgaben in der praktischen Prüfung lösen konnten. Das geschickte und gekonnte Umgehen mit den Navigationsinstrumenten und -herausforderungen, ist jedoch nicht nur eine Grundvorraussetzung für die Prüfung, sondern auch wichtiger Bestandteil beim segeln selbst. Immer und immer wieder werden Sie Ihren zu fahrenden Kurs errechnen müssen, diesen Kurs mit Hilfe der Missweisungsangaben und der Abweichungsrose auf der Seekarte beschicken, die bereits zurückgelegte Strecke in die Seekarte eintragen müssen, Distanzen zu markanten Land- und Seemarken gegenchecken müssen usw. Diese Arbeiten enden nicht mit einer vollendeten Törnplanung. Sie erfordern eine stete Wachsamkeit und eine andauernde Auseinandersetzung.

Damit Sie auf die Anforderungen, die mit dem Themengebiet der "Navigation beim Segeln" auf Sie zukommen werden, bestens und spielend fertig werden, werden wir Ihnen in dieser Rubrik auf den kommenden Seiten anhand unserer Dossiers nun nicht nur die einzelnen Geräte vorstellen, sondern auch die Art und Weise, wie man erfolgreich mit Ihnen arbeitet. Sie werden sehen, dass dieses Thema, obwohl es zweifelsohne zu den schwierigsten Gebieten des Segelns gehört, seinen ganz eigenen Reiz hat, dem auch Sie schnell erliegen werden. Seien Sie trotz aller gebotener Aufmerksamkeit allerdings unbesorgt: Es klingt alles mal wieder schwerer als es ist! Lesen Sie sich also in einer ruhigen Minute bei einem entspannenden Glas Rotwein nun alles Wissenswerte über die am häufigsten gebrauchten Navigationsistrumente beim Segeln an. Nutzen Sie dafür unsere Navigationsleiste links.

WELCHE INSTRUMENTE SIND DAS?

Die Dossiers befassen sich, wie Sie es in der Navigationsleiste links neben dem Textblock sehen können, mit unterschiedlichen Geräten und Hilfsmitteln. Dabei werden wir auf die Seekarte in einem eigenen Punkt eingehen. Sie ist das A und O eines jeden Segeltörns und sollte bereits im Vorfeld des Törns genaustens im Hinblick auf etwaige Gefahrenstellen angeschaut werden. Seekarten gibt es für jedes Segelrevier weltweit und wir bemühen uns, dass sie über unseren Amazonshop zu beziehen sind. Nur mit Seekarten alleine kann jedoch nicht navigiert werden. Hierzu bedarf es auch der wirklichen "Geräte", die wir hier vorstellen. Beispielsweise dem Navigationsdreieck, mit dessen Hilfe Kurse bestimmt und eingetragen werden können. Der weit verbreitete Glaube, dass ein normales Winkeldreieck, wie es im Mathematikunterricht genutzt wird für die korrekte Navigation ausreichend sei, muss in dem Dossier leider widerlegt werden :-) Der "Zwillingsbruder" des Navigationsdreieckes ist das Anlegedreieck. Es wird zum verschieben des Navigationsdreieckes gebraucht, so dass ein korrekter Kurs an jeder Stelle der Seekarte eingezeichnet werden kann. Das dritte Instrument im Bunde unserer "Navigationstrias" ist ein Zirkel. Ihn braucht man zum abmessen von Distanzen.

...Lot, Log, Kompass und Peileinrichtung, Fernglas

Diese Geräte sind jedoch alleine nicht ausreichend für eine sichere Navigation. Zusätzlich zu den Seebücher, dem Kursdreieck, dem Anlegedreieck und dem Zirkel benötigen wir noch weitere Geräte, die für das Bestehen der Prüfung zum Sportbootführerschein See in der Theorie gekannt werden müssen. Praktische Anwendungsaufgaben für die folgenden Geräte gibt es in der Prüfung nicht, dort müssen im Navigationsbereich nur Kartenaufgaben bearbeitet werden. Sie werden allerdings sehen, dass auch diese Geräte eigentlich selbstverständlich auf einen Törn oder einen Ausflug mitgenommen werden würden, ohne vorher großartig darüber nachzudenken. So sind beispielsweise der Kompass und eine Peileinrichtung Geräte, ohne deren Hilfe Sie eine schwere Zeit auf der See hätten. Woher wüssten Sie ansonsten, welchen Kurs Sie fahren, welchen Kurs Sie fahren sollten oder welche Peilung die Landmarke „dort drüben“ hat? Klar also, dass Sie an einen Kompass und eine Peilmöglichkeit (z.B. Peilkompass) auch so gedacht hätten. Im Regelfall ist ein Kompass auf größeren Charteryachten bereits installiert. Sollten Sie sich mit dem Gedanken anfreunden ebenfalls einen festen Kompass auf ihrem Boot anzubringen, dann achten Sie darauf, dass der 180° Winkel parallel zur Kiellinie ihres Schiffes liegt, und dass er fernab von störenden Einflüssen aufgestellt ist, und trotzdem gut einsehbar und gut lesbar bleibt. Störende Einflüsse sind beispielsweise Eisenteile, die aufgrund diverser Einflussfaktoren eine magnetische Strahlung abgeben könnten, sowie elektrische Geräte! Nicht nur um einen weiteren Vergleichsfaktor zu haben an welcher Stelle Sie gerade auf der Seekarte rumschippern, brauchen Sie ein Lot, da dieses Geräte die aktuelle Wassertiefe unter dem Bootskiel anzeigt. Denken Sie daran, dass auf der Seekarte die Wassertiefen in Dezimetern angegeben sind. Das Lot ist zudem ein sehr nützliches Warngerät. Sie wissen ja im Regelfall, wie viel Tiefgang ihre Yacht hat, so dass Sie aus den Lotangaben rechtzeitig die notwendigen Schritte erkennen können, die verhindern, dass ihr Boot auf die Sandbank aufläuft, auf die Sie gerade entspannt zusteuern. Zusätzlich benötigen Sie noch ein Log. Ein Log ist das Tacho der See. Somit zeigt Ihnen ein Log die Knoten an, die Sie gerade fahren. Log und Lot sind im Regelfall allerdings in einem Gerät integriert, worauf beim etwaigen Kauf eines solchen Gerätes unter Umständen geachtet werden sollte. So, nun sind wir annähernd fertig mit der Vorstellung der für das Segeln notwendigen Navigationsinstrumente… aber, ach ja, noch was: "Siehst Du den Punkt da hinten am Horizont? Diesen kleinen, gelben? Oder ist der Rot?? –Nein??" "-Wo denn jetzt?" "–Na dort drüben!" "Aaah, deeeen meinst du! Keine Ahnung, zeichne lieber mal in unserer Seekarte einen Vermerk ein!" "-Ok, wo ist denn unser Stift?..." Richtig! Sie brauchen auf jeden Fall auch noch ein Fernglas und einen Stift! In guten Ferngläsern ist eine Peileinrichtung bereits integriert. Sie sind wasserdicht oder spritzwassergeschützt und haben eine Beleuchtungsfunktion, die das Erkennen der Peilfunktion bei Nacht ermöglicht!  

Lassen Sie sich versichern, dass Sie am  Ende dieser Dossiers bestimmt mit einem stolzen Lachen denken werden: "Das kann ich auch. Das geht wirklich so!"“, wenn Sie in einem Film einen berühmten Piraten oder Seemann über einer Seekarte den nächsten Kurs planen sehen! :-) Viel Spaß dabei!!