Wir sehen also, dass eine Seemeile genau so groß ist, wie die Strecke, die durch eine Winkelminute auf dem Kompass dargestellt wird. Wir können also sagen, dass eine Seemeile der Distanz einer Winkelminute auf dem Kompass entspricht. Diese Frage ist auch Bestandteil des Prüfungskanons, es reicht jedoch, wenn Sie einfach wissen, dass eine sm 1,852 km lang ist und einer Winkelminute des Erdumfanges entspricht. Die Herleitung ist für die Prüfung nicht von Belang.
Nachdem wir nun auch eine nautische Längeneinheit haben, können wir auch unsere Geschwindigkeit festlegen. Die in einer Stunde zurückgelegten Seemeilen nennt man Knoten. In der Prüfung wird gefragt, wie man die Zeit ausrechnet, die man bei bekannter Geschwindigkeit für eine bekannte Strecke benötigt, und wie man die Geschwindigkeit des Bootes (Knoten) ausrechnen kann, die man fährt, wenn einem Distanz und benötigte Zeit bekannt sind.
Distanz (Seemeilen) x 60 (Minuten pro Stunde) : Geschwindigkeit (Knoten) = ZEIT
Distanz (Seemeile) x 60 (Minuten pro Stunde) : Zeit (Minuten) = GESCHWINDIGKEIT
Einige Interessierte unter Ihnen möchten mit Ihrem neu erworbenen Wissen, wie die Seemeile zustande gekommen ist, nun vielleicht auch wissen, wie es überhaupt zu der Einführung des Meters und des metrischen Systems kam? Nun, auch der Meter als Längeneinheit wurde nicht willkürlich festgelegt. Einen Meilenstein in der Schaffung einer international gültigen Längeneinheit schaffte die Pariser Akademie. Hierzu beauftragte sie 1735, die Distanz vom Nordpol, über Paris, zum Äquator auszumessen, und auf Grundlage dieser Messungen ein Norm- Maß zu erstellen. So kam es dazu, dass der Urmeter 1793 als die Länge eines 10.000.000stels der Distanz vom Nordpol über Paris zum Äquator festgelegt und definiert wurde. Voilà, der Meter wurde geboren.