RYMHART Troyer Wollmützen von RYMHART

Liege-, Festmach-, Anlege- und Ankerverbote

ANKERVERBOTE

Ärgerlich wenn man einen Strafmandat dafür bekommt, dass man ein paar Minuten in einer Zone geparkt hat, in der absolutes oder eingeschränktes Halteverbot gilt. Leider muss auch beim Segeln darauf geachtet werden, ob es an der auserwählten Stelle erlaubt ist zu ankern, festzumachen oder zu liegen. Dies wird zwar im Regelfall durch Schilder angezeigt, jedoch gibt es auch beim Segeln Zonen, in denen ein Anker- und Liegeverbot gilt, ohne dass dies explizit deutlich gemacht wird. Diese Zonen müssen für das Bestehen des Sportbootführerschein- See gelernt werden, da sie Bestandteil des Prüfungsfragenkanons sind. Diese Zonen müssen Sie auch für die Segelpraxis verinnerlichen. Beim kurzen Überfliegen über die Ankerverbotszonen, werden Sie allerdings merken, dass Sie wahrscheinlich von selbst aus nie auf die Idee gekommen wären, in diesen Zonen ihren Anker auszuwerfen. So ist es strengstens untersagt, im Fahrwasser zu ankern. Klar, man parkt ja auch nicht im Straßenverkehr mitten auf der Fahrspur im fließenden Verkehr! Dies gilt auch für Strecken, auf denen Fährverkehr stattfindet und für Brückenstrecken. Sie parken ja auch nicht auf einer Busspur! Genauso wenig parken Sie im Straßenverkehr an Engstellen und in Kurven. Viel zu groß wäre die Gefahr, dass Ihnen ein anderer Verkehrsteilnehmer ins Auto fährt, weil er Sie zu spät gesehen hat, oder weil Ihr Fahrzeug ein zu großes Hinderniss ist. So auch beim Segeln. An Engstellen und unübersichtlichen Kurven und Biegungen ist das Ankern verboten. Stellen Sie sich nun einmal vor, dass Sie in der City shoppen gegangen sind, und ihr Auto in einem Parkhaus geparkt haben. Sie wollen heimfahren, doch das geht nicht, weil ein anderer Verkehrsteilnehmer in der Parkhausein- und  -ausfahrt parkt. Sie würden bestimmt fuchsteufelswild werden. Zurecht. Eine vergleichbare Situation wäre es beim Segeln, wenn ein Verkehrsteilnehmer in Hafeneinfahrten ankern würde. Die gesamte Marina wäre für alle ein- und ausfahrenden Schiffe blockiert. Des Weiteren darf nicht in einem Umkreis von 300m an Schifffahrtshindernissen (Schiffswracks und Arbeitsboote beispielsweise) geankert werden. So viel nun zu den Ankerverboten.

FESTMACH- und ANLEGEVERBOTE

Sehr viele von den Festmach- und Anlegeverboten sind identisch mit den Ankerverboten beim Bootfahren. So erklärt es sich von selbst, dass es an Engstellen und unübersichtlichen Stellen ebenfalls verboten ist sein Boot festzumachen. Sonst würde ja auch das Ankerverbot kein Sinn machen. Hafeneinfahrten können auch durch ein festgemachtes Boot komplett blockiert werden. Nicht nur durch ein Ankerndes! Es ist auch gefährlich in Fährstrecken und Brückenstrecken anzulegen. Nicht nur das Ankern ist in Ihnen riskant. Ebenso erklärt es sich von selbst, dass ein Festmach- und Anlegeverbot dort besteht, wo dies durch entsprechende Erkennungszeichen (Schilder „Liegeverbot“ und „Ankerverbot“) kenntlich gemacht ist. Ist an einer Brücke oder an einer Schleuse die Durchfahrt nicht freigegeben, so müssen Sie mit ihrem Boot anhalten. Und zwar vor dem Halteschild und in genügender Entfernung zu der Brücke und der Schleuse. Nun gibt es aber auch Stellen beim Segeln, an denen nur festgemacht werden kann, nicht allerdings geankert. Bauwerke und Messgeräte zum Beispiel. So darf nicht an Leitwerken, Abweisedalben und Pegeln festgemacht werden. Leitwerke sind Leiteinrichtungen, die Schiffen bei der Einfahrt in Schleusen u. Ä. hilft. Sie sehen aus wie Leitplanken am Straßenrand. Da Boote nicht ganz so empfindlich auf Kratzer reagieren wie Autos (außerdem nutzt man ja im Regelfall auch Poller) kann man diese Leitplanken als Einfahrtshilfe nutzen. Pegel sind Messgeräte, die den Wasserstand kontrollieren.