In der Navigation nach Seezeichen bilden Leitfeuer, Richtfeuer und Quermarkenfeuer eine Trias, die jeder Skipper und Bootsmann beim Segeln kennen und verstehen muss. Im Zweifelsfall hat man nicht die Zeit in Sachbüchern nach der Bedeutung der einzelnen Seezeichen nachzuschlagen, so dass es von großer semännischer Bedeutung ist, die Informationen, die einem die unterschiedlichen Feuer vermitteln, zielsicher herauszufiltern, sie zu interpretieren und sie seglerisch umsetzen zu können. Dann allerdings können Sie sich sicher sein, sicher zu sein.
Prinzip des Leitfeuers
Ein Leitfeuer ist, genauso wie das Quermarkenfeuer, ein Sektorenfeuer. Dies bedeutet, dass das Leitfeuer 3 unterschiedliche Sektoren darstellt. Der Leitsektor ist weiß befeuert und der größte dieser drei Sektoren. Er ist das Mittlere der drei Feuer und wird links und rechts von den beiden sogenannten Warnsektoren umgeben. Je nachdem ob es der steuerbordwärtige oder der backbordwärtige Warnsektor ist, ist die Befeuerungsfarbe des Warnsektors grün (steuerbordwärtige) oder rot (backbordwärtige). Ziel ist es, innerhalb des weißen Leitsektors zu fahren. Jedoch wird sich auch hier an das Rechtsfahrgebot gehalten. Man versucht also nicht die goldene Mitte des Leitsektors zu treffen, sondern orientiert sich eher nach Steuerbord. Driftet man dabei während der Fahrt in einen der beiden Warnsektoren ab (daran erkennbar, dass sich die Leitfeuerfarbe vom Weißen ins Rote oder Grüne ändert), ist eine entsprechende Kursänderung erforderlich, um zurück in den weißen Leitsektoren zu fahren.
Bei grünem Warnfeuer müsste eine Kursänderung nach Backbord erfolgen,
bei rotem Warnfeuer eine Kursänderung nach Steuerbord!