RYMHART Troyer Wollmützen von RYMHART

LEUCHTTURM und FEUERSCHIFF

Leuchtturm

Obwohl das Thema "Leuchtturm" in den Prüfungsfragen zum SBF-See keine Rolle spielt und das Thema im Regelfall auch in den Sportbootschulen nicht angesprochen wird, denken wir, dass es jeder Leuchtturm verdient hat, in unserer Rubrik Seezeichen neben den Themen Betonnung, Leitfeuer, Richtfeuer und Quermarkenfeuer erwähnt zu werden. :-) Immerhin bilden Leuchttürme in Seekarten eingezeichnete Navigationspunkte, die jeweils eine individuelle Kennung und Hinweisaufgabe besitzen. Kennzeichnung von Untiefen, Bestimmung der eigenen Position durch Kreuzpeilung sowie Fahren nach Peilung sind beispielsweise Probleme, zu deren Lösung ein Leuchtturm beitragen kann. Zwar ist diese Art der Navigationsunterstützung in Zeiten satellitengestützter Navigation nicht mehr zwingend notwendig, kann aber immer noch eine entscheidende Hilfe sein, falls diese Navigationssysteme ausfallen sollten.

Da in der nahezu vollautomatisierten Welt, in der wir heutzutage leben, beinah alles durch Maschinen und Computer gesteuert wird, ist auch die Ära des berühmten und romantisierten Leuchtturmwärters, der alleine oder mit seiner Familie in der Säule des Leuchtturms wohnt, überholt. Der einsame Eremit, der treu seinen Dienst an der Schifffahrt abhält und Wind, Sturm und Wetter trotzt, ist heutzutage also leider nur noch in Büchern zu finden. Die Attraktivität, die trotz allem auch heute noch von einem Leuchtturm ausgeht, liegt mittlerweile klar im touristischen Bereich (abgesehen von den Seglern, die sich in ihrem Urlaub eine Segelyacht gemietet haben, den Turm von See aus sehen und in ihrer Seekarte wiederfinden). Aufgrund ihrer Höhe und Position bieten Leuchttürme beispielsweise die ideale Infrastruktur für Aussichtsplattformen. Des Weiteren können in einigen Leuchttürmen auch Nachtquartiere und Unterkünfte gebucht werden.

Feuerschiff

Ein weiteres Relikt, das man beim Segeln sehen kann, sind Feuerschiffe. Feuerschiffe, im Regelfall sind sie rot angestrichen, sind sozusagen mobile Leuchttürme, die an solchen Stellen aufgestellt werden, an denen es technisch, finanziell und baulich nicht realisierbar wäre einen Leuchtturm zu errichten. Die Umschreibung, dass Feuerschiffe mobile Leuchttürme sind, ist also nicht ganz richtig, da sie an den Positionen, die sie markieren, natürlich fest verankert sein müssen, um nicht durch Wind und Strömung von der markierten Stelle wegzutreiben. Neben der spezifischen Leuchtkennung sind die Feuerschiffe natürlich zusätzlich noch mit weiteren Navigationshilfen, wie Radarreflektoren, Nebelhörner usw. ausgestattet, die in der modernen Seefahrt mittlerweile zum Standartrepertoire der Navigation gehören. In Deutschland sind zur Zeit noch drei Feuerschiffe im aktiven Einsatz, ältere ausgemusterte Feuerschiffe werden häufig noch als Museumsschiffe und Freizeitattraktionen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.