RYMHART Troyer Wollmützen von RYMHART

Wetterkunde und Meereskunde

Mit Wetterkunde und Meereskunde muss sich jeder Segler von Anfang an auseinandersetzen, sind doch Wasser und Luft die beherrschenden Elemente des Segelsports. Es ist enorm wichtig, das Wetter richtig einschätzen zu können und auch die Kraft des Meeres und der Gezeiten sollte man keinesfalls vernachlässigen.

Begriffe wie Hektopascal und Beaufort werden Ihnen bekannt sein, nachdem sie sich unsere Artikelsammlung zum Thema Wetter- und Meereskunde angelesen haben. Sie beinhaltet die für das Segeln und die Prüfung zum Sportbootführerschein-See relevanten Themen und geht neben der Erklärung wie Gewitter entstehen und welche Vorsichtsmaßnahmen auf See dabei getroffen werden müssen auch auf unterschiedlichen Luftdruck (Hochdruckgebiete und Tiefdruckgebiete) ein und erläutert welchen Einfluss dieses Phänomen auf unseren Wind und seine Stärke hat. Diesen Aspekt der Winstärke vertiefen wir in einem Extraartikel über die Beaufort-Skala, die die Grundlage der heutzutage verwendeten Unterteilung der Windstärke in 12 Stufen ist.

Anhand unserer Wettertafeln erläutern wir Ihnen, wie Sie die Wolken "lesen" können, um aus der derzeitigen Wolkenkonstellation die zukünftige Wetterentwicklung herausdeuten zu können. Die hierfür notwendigen Nebenthemen, wie die Struktur und der Aufbau der Atmosphäre und die Benennung der unterschiedlichen Wolkentypi sind in mehreren, gut strukturierten und einfach nachzuvollziehenden Dossiers abgehandelt. Beeindrucken Sie auch Landratten mit ihrem meteorologischem Wissen, kein Problem durch dieses Segelportal :-)

Es ist ganz klar, dass die Beschäftigung mit den hier behandelten Themen sowohl in der Prüfung als auch in der Praxis bei Manövern unter Segel absolut unabdingbar ist. Nicht wenige Segler mussten schon aus einem Seenotfall gerettet werden, weil sie die Kraft der Elemente unterschätzt haben.

Abhängig von den Wetterbegebenheiten ist natürlich, wie auch im Straßenverkehr, die Fahrt anzupassen. Würden Sie mit dem Auto beispielsweise rasen, wenn es nebelig ist? Nein, natürlich nicht! Egal ob es beim Segeln oder beim Autofahren ist, man muss immer eine sichere Geschwindigkeit einhalten, bei der man jederzeit bremsen bzw. aufstoppen kann. Würden Sie bei Nebel und starken Regen die Scheinwerfer ihres Autos einschalten, um besser gesehen werden zu können?? – Im Regelfall kann diese Frage bejaht werden. Achten sie noch intensiver auf das Verkehrsgeschehen, das sich um Sie herum abspielt, um einen Unfall und eine Kollision mit anderen Verkehrsteilnehmern aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse und der bescheidenen Sicht zu vermeiden? – Selbstverständlich! Passen Sie sich also insbesondere den Witterungs- und Sichtverhältnissen an und bringen Sie sich so durch ein kleines bißchen vorausschauender Fahrt nicht in Gefahr.

Dies sind alles unfallverhütende Möglichkeiten, die auf die Sie auch beim Segeln zurückgreifen können. Wird es nebelig oder verschlechtern sich die Sichtverhältnisse augrund anderer Witterungsbedingungen müssen Sie auch hier mit angepasster Geschwindigkeit fahren, die Positionslichter einschalten und ein Ausguck besetzt werden. Zusätzlich müssen Sie noch, im Gegensatz zum Autofahren, Schallsignale abgeben! Diese grundlegenden Selbstverständlichkeiten werden auch in der Prüfung zum Sportbootführerschein- See abgefragt.

An dieser Stelle bleibt noch zu klären, was man im nautischen Sprachgebrauch unter dem Terminus "in Sicht befindlich" sein versteht. Sie machen jetzt bestimmt große Augen und fragen sich, wer sich solche Fragen ausdenkt, doch liegt auch beim Segeln der Teufel oft im Detail: In Sicht befindlich bedeutet nämlich nicht nur, dass Sie ein anderes Fahrzeug sehen können, sondern dass jedes Schiff von einem anderen optisch und visuell wahrgenommen werden kann!  Das fremde Schiff muss Sie also auch sehen können!