Wie kommt es nun zu diesen unterschiedlichen Windarten?
Die Erklärung dafür ist ganz einfach. Wie alles was mit Wind und Wetter zu tun hat, sind auch in diesem Fall unterschiedlich warme Luftschichten für die beiden Winde verantwortlich. Fangen wir also mit unserem ersten Beispiel, dem auflandigen Wind an. Ziehen Sie am besten die einzelnen Schritte die zur Erstehung auflandigen Windes führen in unserer Graphik nach. Die Sonne erwärmt die Erdoberfläche des Landes. Erde ist kein guter Wärmekollektor. Sie erhitzt schnell. Dadurch erhitzen sich auf die bodennahen Luftmassen, die langsam nach oben steigen. Diese Luftmassen ziehen in hohen Luftschichten auf das Meer hinaus. Das Wasser im Meer ist kälter als die Erde. Die Luft kühlt also langsam ab und fängt an zu sinken. Dadurch entsteht ein Wind, der in Richtung der Küste weht. Seewind, oder auflandiger Wind. Der Kreislauf wiederholt sich so lange, wie die Erde von der Sonne erhitzt wird.
Nun wird es Nacht. Die Sonne scheint nicht mehr, so dass die Erde nicht mehr erhitzt wird. Da Erde kein guter Wärmekollektor ist kühlt sie schnell ab. Das Meerwasser hingegen ist ein guter Wärmekollektor. Es kann die Wärme der Sonneneinstrahlung des Tages lange speichern. Somit ist das Meerwasser nachts wärmer als die Erde. Die meernahen Luftschichten erwärmen also und steigen auf. Sie ziehen in hohen Luftschichten gen Küste. Diesen Wind bemerken wir gar nicht. Über dem Land kühlen die Luftmassen ab und beginnen zu sinken. Dadurch entsteht ein Wind, der von der Küste auf das Meer hinaus zieht. Der Wind ist also ablandinger Wind oder Landwind.
Halten wir also fest, dass ablandiger Wind meistens nachts auftritt, wenn das Land kühl und das Meer warm ist, und dass auflandiger Wind meistens nachmittags auftritt, wenn die Sonne das Land erhitzt hat und es somit wärmer als das Meer ist.